Behandlungsmöglichkeiten
Einfache Hilfsmittel: kleiner Preis, k(l)eine
Wirkung
Apotheken, Drogerien, Ebay und Versandhäuser sind voll davon: "pfiffige" Schnarchschutz-Produkte. Manche helfen ein wenig, die meisten helfen aber leider nur den Herstellern.
Schnarcher und deren Lebenspartner leiden. Wer leidet, probiert alles aus, und sei es noch so absurd. Und an merkwürdigen Produkten mangelt es im internationalen Angebot nicht. Da gibt es Tropfen mit geheimnisvollen Zutaten, Gummibänder, Expander und Nasenstopfen und allerlei Geräte, deren Zweifelhaftigkeit einen geradezu anspringen. Aber auch Produkte, die ihre Wirksamkeit in anderen Bereichen durchaus bewiesen haben. So zum Beispiel Nasenpflaster, die Sportlern bei der Nasenatmung helfen können. Ob das alles aber auch bei Schnarchern hilft, erfahren Sie hier:
Der Klassiker: Kinn hochbinden
Beim Schnarchen ist der Mund meist leicht geöffnet. Geschlossener Mund = kein Geräusch mehr? Etwas weniger vielleicht, aber das Grundübel, die verengten oberen Atemwege, wird dadurch nicht beseitigt. Das geht nur durch professionelle Behandlungsmethoden (s. u.).
Nase mit Pflastern weiten
Sie werden auf den Nasenrücken geklebt und weiten durch ihre Spannung die Nasenflügel, so dass eine etwas bessere Nasenatmung erfolgen kann. Auf die beim Schnarchen meist vorliegende Verengung des Hals-/Rachenraums hat das jedoch keinerlei Einfluss
Rückenlage vermeiden
Auf der Seite schnarchen die meisten weniger. Der im Nachthemd eingenähte Tennisball ist ein typischer Anti-Schnarch-Trick. Heute erledigen das Keilkissen, die auf den Rücken geschnallt werden können. Das ist unbequem und hilft natürlich nicht bei Seitenlagen-Schnarchern.
Zunge nach vorne ziehen
Mit speziellen Saugvorrichtungen kann die Zunge in der Nacht zwischen den Zähnen festgehalten werden. Sie kann nicht mehr so leicht Richtung Schlund rutschen und die Atemwege versperren. Nachteil: Schluckbeschwerden und Verspannungen; viele halten das nicht lange durch.
Hilfe zur Selbsthilfe:
Was Sie tun können, um das Schnarchen zu reduzieren
Eines ist klar: Schnarchen kann man weder durch positive Gedanken, noch durch Omas Hausmittelchen wegbekommen. Aber mit folgenden Tips können Sie es manchmal etwas mildern:
- Körpergewicht reduzieren: Übergewichtige schnarchen mehr, weil Fettpolster im Weichgewebe des Rachenraumes die Atemwege zusätzlich verengen. Oftmals reicht es schon aus, ein paar Kilo abzunehmen, um eine deutliche Besserung zu erzielen.
- Alkohol vor dem Schlafengehen vermeiden: Alkohol weitet die Gefäße und setzt die Muskelspannung auch im Rachen-Bereich herab, die Atemwege verengen sich. Zumindest 4 bis 6 Stunden vor dem Schlafengehen sollte gar kein Alkohol mehr getrunken werden.
- Schlafmittelgebrauch vermeiden oder reduzieren: Schlafmittel sowie muskelentspannende Mittel wirken ähnlich wie Alkohol auf die oberen Atemwege (s. o.). Wenn möglich, verzichten Sie besser darauf.
- Schwellungen im Hals-/Rachenbereich behandeln: Erkältungen sowie allergische Reaktionen (z. B. auf Pollen oder Hausstaub-Milben) lassen Weichgewebe in den oberen Atemwegen anschwellen und begünstigen dadurch das Schnarchen. Schleimhautabschwellende Mittel und bei Allergikern eine gezielte Behandlung oder Desensibilisierung durch einen erfahrenen Allergologen können dieses Problem mindern.
Professionelle Hilfe:
Drei sichere Wege zum erholsamen Schlaf
Für jeden Schnarchertyp gibt es etwas Passendes: Operationen, Überdruck-Beatmung per Atemmaske oder individuell angepasste Schnarcher-Schienen wie z. B. den SILENSOR.
Option 1: Operation
Eine verkrümmte Nasenscheidewand, Fettpolster im Rachenbereich,
Nasenpolypen oder überlange Gaumensegel können durch Operationen positiv
und meist auch dauerhaft beeinflusst werden und somit effizient das
Schnarchen bekämpfen.
POSITIV: bei klarer Diagnose, und wenn eindeutig ein
Zusammenhang mit dem Schnarchen festgestellt wurde bestehen gute
Heilungschancen.
NEGATIV: körperlich belastender Eingriff mit den
OP-üblichen Risiken, auch bei einwandfreier OP nicht immer erfolgreich,
sehr kosten- und oft auch nachsorgeintensiv.
Option 2: CPAP-Geräte
Konstante Überdruck-Beatmung mit einer CPAP-Maske hält die Atemwege
frei, indem das Gerät während des Schlafes dauernd angesaugte
Umgebungsluft mit geringem Überdruck in Nase und/oder Mund presst.
POSITIV: zuverlässig und selbst bei Extremschnarchern
mit höchsten Apnoe-Werten noch wirksam.
NEGATIV: unbequem zu tragen, schlecht zu
transportieren, stark gewöhnungsbedürftig, oft störendes
Betriebsgeräusch (geräteabhängig), kosten-, verschleiss- und
pflegeintensiv.
Option 3: Schnarch-Schienen
Diese filigranen Schienen, auch
Protrusionsschienen genannt, werden aus dünnem Dentalkunststoff an die
individuelle Gebiss-Situation angepaßt. Mit zwei festen seitlichen Zügen
verbunden, dass sie den Unterkiefer im Schlaf ständig etwas nach vorne
bewegen und dadurch die Atemwege frei halten.
POSITIV: störungsfreie, einfache Anwendung, an jedem
Ort einsetzbar, kostengünstig in Anschaffung und Pflege, verschleißarm
bis -frei.
NEGATIV: für extrem Übergewichtige weniger gut geeignet,
am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig.
Schnarchschienen wie z. B. der SILENSOR sind die am wenigsten belastenden und preisgünstigsten aller drei professionellen Behandlungsmöglichkeiten.
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Bestellen Termin machenGenauso wie die frei erhältlichen einfachen Hilfsmittel können manche Selbsthilfe-Maßnahmen in einigen Fällen etwas Erleichterung verschaffen. Gegen starkes Schnarchen oder gar Schlaf-Apnoe ist damit aber nur sehr wenig oder überhaupt nichts auszurichten. Dann sollten Sie sich den nachfolgenden professionellen Methoden zuwenden.
In der internationalen Schlafforschung gelten drei Grundmethoden der Schnarchtherapie als anerkannt: das Beheben anatomischer Fehlstellungen im Hals-/Nasen-/Rachenraum durch Operationen, die Überdruck-Dauer-Beatmung mittels spezieller Atemmasken. Sowie das Freihalten der oberen Atemwege mithilfe genau auf den Einzelfall angepasster Schnarchschienen. Links sehen Sie diese Methoden angeordnet in der Reihenfolge ihrer Kosten (von teuer nach preiswert), der Invasivität (von stark nach wenig in den Körper eingreifend) und der Bequemlichkeit (von aufwendig nach einfach) jeder Methode.
